„Den Vergleich mit Düsseldorf, Frankfurt und anderen deutlich größeren Städten braucht Coburg nicht zu scheuen. Die Kulturlandschaft hier ist so vielseitig und steht damit vor ähnlichen Herausforderungen“ - Dr. Patrick Föhl vom Netzwerk Kulturberatung strahlt, wenn er von Coburg spricht. Vor knapp einem Jahr ist er im Auftrag des Stadtrats in diese vielseitige Szene abgetaucht. Hat sich von Strömungen mitreißen lassen und manchen Schatz gefunden. Möglich war das nur durch die intensive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt mit der Kulturbeauftragten und den Kulturschaffenden vor Ort.
In der letzten Sitzung des Stadtrat in der laufenden Wahlperiode haben Bürgermeister Can Aydin, Kulturbeauftragte Antoinetta Bafas und Dr. Patrick Föh den Abschlussbericht vorgestellt. Für jedes Stadtratsmitglied hätte sie eine eigene Herausforderung, 40 Einzelpunkte sind identifiziert: Es fehlen Räume, Sichtbarkeit und – natürlich – Geld. Und manchmal auch nur das Wissen darüber, dass es das alles schon gibt. Daher hat Föhl vier Sofortmaßnahmen herausgearbeitet, die als Initialzündung dienen können.
Die Kulturabteilung soll zu einem Kulturbüro weiterentwickelt werden. Damit auch öffentlich sichtbarer als Ansprechstelle für die Kulturszene dienen. Kulturorte sollen sich auch außerhalb von Veranstaltungen für Begegnungen öffnen. Das Landestheater hat diesen Impuls gleich aufgegriffen und wird ihn im Globe umsetzen. Ein beratender Kulturbeirat hat für die Kulturschaffenden die Arbeit in den letzten Monaten begleitet. „Dieser Input der Szene war entscheidend, damit wir in der Tat an den wirklichen Anforderungen planen konnten “, lobt die Kulturbeauftragte Antoinetta Bafas.
Der Kulturbeirat soll nun in eine offizielle Form gebracht werden. Für jedes Jahr soll ein Thema ausgerufen werden. Dieses gemeinsame Motto soll die gesamte Bandbreite der Coburger Kulturlandschaft sichtbar machen.
In drei Workshops, mehreren Treffen des Kulturbeirats und zahlreichen Umfragen hat Föhl sich mal freien Input geholt, mal nach Antworten auf konkrete Fragen gesucht. Die Coburger Kulturlandschaft in weniger als einem Jahr so intensiv zu beleuchten sei keine leichte Aufgabe gewesen, lobt Kulturbürgermeister Can Aydin. „Ich danke allen, die diese intensive Arbeit unterstützt und begleitet haben. So haben wir tatsächlich einen Pfad vor uns, jetzt müssen wir diesen Weg auch gemeinsam gehen.“
Abschlussbericht zur Kulturstrategie
Den Abschlussbericht der Kulturstrategie finden Sie im Laufe des 24. April hier zum Download.