Im Ketschendorfer Park soll eine neue Bodentrampolinbahn entstehen – initiiert und vorangetrieben von den Kindern der Stadtteilforscher AG der Grundschule Ketschendorf. Die Arbeitsgemeinschaft aus Dritt- und Viertklässlern zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Kinder ihren Stadtteil selbst unter die Lupe nehmen und aktiv an Verbesserungen mitwirken.
Die Stadtteilforscher AG ist ein Kooperationsprojekt der Stabsstelle Demografie, Bildung & Familie der Stadt Coburg und der AWO Stadtteilarbeit Coburg Süd. Ziel ist es, Kinder frühzeitig an Beteiligungsprozesse heranzuführen. Bei Stadtteilbegehungen, Befragungen und demokratischen Abstimmungen entwickelten die Kinder konkrete Ideen für ein kinderfreundlicheres Umfeld. Der Wunsch nach einer Trampolinbahn für den Spielplatz im Park setzte sich dabei klar durch.
Statt es bei einer Idee zu belassen, wurden die Kinder selbst aktiv: Mit großem Einsatz organisierten sie Sammelaktionen, sprachen Unternehmen und Einrichtungen an und gewannen Unterstützer in ihrem Stadtteil. So kamen durch zahlreiche kleine und große Beiträge Schritt für Schritt die benötigten Mittel zusammen.
„Es ist beeindruckend, mit welchem Enthusiasmus unsere Stadtteilforscher ihren Lebensraum gestalten – und das verdient jede Unterstützung“, sagt Coburgs 3. Bürgermeister Can Aydin.
Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Max Brose Hilfe, der Mediengruppe Oberfranken, dem Bürgerverein Coburg-Ketschendorf e.V. und Meyer Baumaschinen. Weitere Spenden wurden durch Sammelaktionen bei Edeka Brehm, der Süd-Apotheke und der Textilreinigung Lavita ermöglicht. Auch die Sparkasse Coburg–Lichtenfels beteiligt sich im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements an der Finanzierung.
Dieses breite Bündnis zeigt, wie groß der Rückhalt für das Kinderprojekt in Ketschendorf ist. „Die Kinder haben hier nicht nur eine Idee geäußert, sondern Verantwortung übernommen, Menschen angesprochen und selbst Geld gesammelt. Dieses Engagement ist etwas ganz Besonderes und macht deutlich, wie viel Gestaltungskraft in jungen Menschen steckt“, betont Bianca Haischberger, Leiterin der Stabsstelle Demografie, Bildung & Familie der Stadt Coburg.
Künftig wird die Stadtteilforscher AG von Frieda-Marie Müller betreut:
„Ich freue mich, diese tolle Gruppe im kommenden Schulhalbjahr begleiten zu dürfen und mit ihnen die Einweihung ihres wohlverdienten Trampolins zu feiern. Die Kinder sind voller Tatendrang und dürfen jetzt sehen, dass ihre Beteiligung im Stadtteil Früchte trägt.“
Mit der für das Frühjahr 2026 geplanten Trampolinbahn entsteht nicht nur ein neues Spielangebot im Park. Das Projekt steht beispielhaft für gelungene Kinderbeteiligung und dafür, wie gemeinschaftliches Engagement von Kindern, Vereinen, Unternehmen und Institutionen einen Stadtteil nachhaltig bereichern kann.