Am Aschermittwoch endet die närrische Zeit. In Coburg sorgt eine Tradition dafür, dass die kommenden Monate finanziell erfolgreich werden: das Geldbeutelwaschen am Brunnen im Rathaus.
Was steckt hinter dem Brauch?
Das Geldbeutelwaschen ist in vielen Regionen Frankens verbreitet. Die Idee dahinter ist einfach. Wer am Aschermittwoch seinen Geldbeutel wäscht, sorgt symbolisch dafür, dass er sich im kommenden Jahr wieder gut füllt. Nach den oft ausgelassenen Tagen des Faschings – und mancher leeren Kasse – ist das eine hoffnungsvolle Geste mit einem Augenzwinkern.
In Coburg wird der Brauch bewusst gepflegt und öffentlich zelebriert. Die Stadtspitze und Mitglieder der Tanzsportgarde tauchen ihre Geldbeutel ins Wasser – als gemeinsames Zeichen für einen frischen Start nach der Faschingszeit. Besonders charmant: Der Rathausbrunnen führt normalerweise kein Wasser. Nur für diesen Termin wird er befüllt – eigens für das kleine Ritual mitten im Herzen der Stadt.
Auch wenn der Brauch mit einem Lächeln daherkommt, steckt dahinter ein schöner Gedanke: Gemeinschaft, Zuversicht und der bewusste Übergang vom Feiern in den Alltag der Fastenzeit.
Und wer weiß – vielleicht hilft es ja wirklich ein bisschen.