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Stadt Coburg

Innenstadt

Der „Kaufhof“ gehört nun der Stadt

Am 13. Mai war der sogenannte Eigentumsübergang des Kaufhof-Gebäudes: Alle Formalitäten wurden erledigt und der Kaufpreis wurde an den ehemaligen Eigentümer überwiesen. Der Haustürschlüssel wurde symbolisch an OB Dominik Sauerteig übergeben.

Die Stadt Coburg kann nun über das Gebäude verfügen und Planungen für die Zukunft des Gebäudes in Gang bringen. Als erstes ist eine umfassende Bestandsaufnahme vorgesehen. Es gab zwar schon erste Besichtigungen der Immobilie durch städtische Fachleute, aber nun beginnt die „Prüfung auf Herz und Nieren“. Hierbei sollen zuallererst grundlegende Fragen geklärt werden: Wie schnell kann das Gebäude vermietet bzw. bezogen werden. In welchem Zustand genau sind die technischen Anlagen und der Brandschutz?

Zur Erinnerung: Im Kaufhof soll künftig im Erdgeschoss ein „Ankermieter“ untergebracht werden. Hier wird nach einem für die Innenstadt wertvollen Geschäft gesucht. Erste Gespräche mit einem großen Sportartikelhersteller und -händler sind bereits geführt, Vertreter des Unternehmens haben sich die Immobilie inzwischen auch schon angesehen. Ein solcher Händler würde die Kundenfrequenz in der gesamten Mohrenstraße wieder deutlich erhöhen. Ziel ist es, den Verkaufsraum für den Ankermieter so bald wie möglich bereitzustellen, um die Innenstadt zu stärken und auch Einnahmen zu erhalten. Denn die Stadt muss mit den Ausgaben für Kauf und Umbau wirtschaftlich arbeiten. Das sieht das Gesetz vor.

Im ersten Stock soll das Stadtarchiv untergebracht werden, das aus Platzgründen aus dem Steinweg ausziehen muss. Archiv ist eine Pflichtaufgabe jeder Kommune. Eigentlich war hier ein Neubau vorgesehen, der gut 12 Millionen gekostet hätte. Dieses Geld kann man nun sparen und teilweise in Kauf und Sanierung des „Kaufhofs“ investieren. Im zweiten Stock wird die vergrößerte Stadtbücherei mit der „Bücherei der Dinge“ und Café unterkommen.

Nun muss geklärt werden, wie viel Fläche genau möglicher Händler, Stadtarchiv und Stadtbücherei benötigen. Der Rest der Fläche ist frei für weitere Nutzungen. Hier sollen die Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden: Was hätten Sie gern in dem Gebäude? Wir informieren, wenn die Bürgerbeteiligung beginnt.