Wie erleben wir Vielfalt im Alltag? Wo begegnen uns unterschiedliche Sichtweisen – und wie gehen wir damit um? Die mobile Ausstellung „ToleranzRäume“ gibt darauf keine vorgefertigten Antworten, sondern eröffnet Situationen, in denen Besucher*innen selbst aktiv werden. Ausprobieren, entscheiden, ins Gespräch kommen und die eigene Perspektive reflektieren.
Die Ausstellung ist bewusst so gestaltet, dass Besucher*innen nicht einfach nur durchgehen, sondern Teil davon werden. Wer hereinkommt, wird schnell merken: Hier darf und soll man sich einbringen. An interaktiven Stationen geht es darum, Entscheidungen zu treffen, Position zu beziehen und die eigene Sicht auf andere Menschen zu hinterfragen. Oft sind es kleine Situationen, die zum Nachdenken bringen – und die noch lange nach dem Besuch im Kopf bleiben.
Auch das Begleitprogramm aus Coburg setzt genau dort an und macht Themen greifbar, die im Alltag oft abstrakt bleiben. Zwei Hörspiele erzählen sehr persönliche Geschichten: von Unsicherheit, Identität und dem Gefühl, nicht dazuzugehören, aber auch vom Ankommen in einer neuen Umgebung. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell, wie nah diese Erfahrungen gehen können. An anderer Stelle wird ein Perspektivwechsel ganz praktisch erfahrbar, etwa wenn gewohnte Wege plötzlich aus einer neuen Sicht erlebt werden. Gleichzeitig entstehen immer wieder Momente, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam etwas entwickeln oder einfach zuhören.
Ein besonderes Merkmal der „ToleranzRäume“ ist die persönliche Begleitung durch geschulte Guides. Diese kommen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und fördern den Dialog mit den Besucherinnen und Besuchern auf Augenhöhe. Durch diese Begegnungen entsteht ein Raum für Austausch, neue Perspektiven und gemeinsames Lernen. Gerade für Schulklassen und junge Menschen bietet die Ausstellung eine wertvolle Gelegenheit, sich aktiv mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen.
Die „ToleranzRäume“ sind damit vor allem eines: eine Einladung. Vorbeikommen, sich Zeit nehmen, Dinge ausprobieren und vielleicht mit einem neuen Blick auf andere – und auf sich selbst – wieder hinausgehen. Der Besuch ist kostenfrei.
Die Veranstaltungen werden von engagierten Partnern aus Coburg getragen, darunter Schulen, Vereine, soziale Träger und Unternehmen. Mitwirkende sind unter anderem Oberstufenschüler*innen des Alexandrinums, der Kinderschutzbund, Lebensträume Coburg e.V., iSo e.V., Brose, Kirche Kunterbunt sowie weitere Organisationen aus dem Bereich Bildung und Zivilgesellschaft.
Bei der Ausstellung handelt es sich um ein Projekt des „Toleranz-Tunnel e.V.“. Die „ToleranzRäume“ werden vom Bundesministerium des Innern und für Heimat gefördert.
ToleranzRäume
20. bis 28. Juni 2026
Rund um die Uhr