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Stadt Coburg

Schulstandort

Ein neues Gebäude für die Heinrich-Schaumberger-Schule

189 Container stehen jetzt am Judenberg. Hier können die Schülerinnen und Schüler der Förderschule jetzt unter guten Bedingungen lernen, solange an einer Lösung für die Probleme im Hauptgebäude gearbeitet wird.

Rechtzeitig zum Schulstart haben Stadt und Landkreis die Interimsschule übergeben.

Landrat Sebastian Straubel als Vorsitzender des Trägervereins „Sonderpädagogik für Kinder im Coburger Land“ und sein Stellvertreter 2. Bürgermeister Can Aydin waren sich bei der offiziellen Eröffnungsfeier einen Tag vor Schulanfang einig: Die aus insgesamt 189 Containern errichtete Interimslösung für den Unterrichtsbetrieb bringt die ein Jahr lang schmerzlich vermisste Normalität für die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Schaumberger-Schule (HSS) am Judenberg zurück.

Es war eine Punktlandung: Knapp anderthalb Jahre nach der Entscheidung, große Teile des Schulgebäudes aufgrund einer maroden Deckenkonstruktion zu sperren, werden im Schuljahr 2026/27 nahezu alle Schülerinnen und Schüler der HSS wieder an einem zentralen Standort unterrichtet. „Wir haben unsere Zusage eingehalten“, sagte Sebastian Straubel und skizzierte die wichtigsten Termine im Endspurt: 12. Mai: Baubeginn; 3. August: Umzug der drei provisorischen Unterrichtsstandorte zurück an den Judenberg; 10. September: offizielle Übernahme des Containerbaus durch den Trägerverein. „Jetzt haben wir einen Ort, an dem gute Schule stattfinden kann“, freute sich Can Aydin. Verwirklicht werden konnte der Interimsbau nur durch die starke finanzielle Unterstützung des Freistaats Bayern, der über die Regierung von Oberfranken den größten Teil der Kosten von insgesamt rund 6,76 Millionen Euro übernehmen wird.

Der Containerbau ist nicht der Endpunkt, sondern eine Zwischenstation auf dem Weg, den Schülerinnen und Schülern der HSS bestmögliche Lernbedingungen bieten zu können. „Miteinander um beste Lösungen ringen“ – das, was beim Containerbau nach den Worten von Can Aydin gelungen sei, gehe nun weiter. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob bei der Heinrich-Schaumberger-Schule eine umfangreiche Sanierung oder ein kompletter Neubau – vielleicht sogar an einem neuen Standort – die beste Lösung darstellt. Denn so gut das Geld in den Containerbau auch investiert ist – für Sebastian Straubel ist klar: „Diese Interimslösung ist kein Ersatz für ein dauerhaftes Schulgebäude.“

Aber auf jeden Fall sei sie „eine gute Lösung“, wie Schulleiterin Martina Partheymüller bei der Eröffnung betonte. Vorbei sei die schwierige Situation mit vier Schulstandorten, die im vergangenen Jahr eine große Herausforderung für die gesamte Schulfamilie gewesen sei. Bei der Rückkehr an den Judenberg habe man lehrreiche Erfahrungen im Gepäck, sagte die Schulleiterin: „Alle haben gelernt, die Schule als gemeinsamen Ort zu schätzen.“

Die technischen Daten der Interimslösung präsentierte Murat Yilmazer, Geschäftsführer der Firma KB Container, vor der obligatorischen Schlüsselübergabe: Aus den 189 Containern ist ein barrierefreier Schulbau mit 3.000 Quadratmetern Nutzfläche unter Einhaltung aller Vorschriften für den Unterrichtsbetrieb entstanden. 2.700 Quadratmeter Akustikdecken ermöglichen konzentriertes Arbeiten.

Den längsten und wärmsten Applaus gab es für einen Mann, der gerade in den Wochen des Umzugs gefühlt rund um die Uhr im Einsatz war: Hausmeister Manuel Bamberger. Den kirchlichen Segen für das Gebäude spendeten Dekan Andreas Kleefeld und Pastoralreferent Ralph Walta.

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