Wer heute das Kinder- und Jugendzentrum Wüstenahorn besucht, trifft auf einen lebendigen Ort für Kinder, Jugendliche und Familien. Ferienprogramme, Kreativangebote, Hausaufgabenhilfe, Beratung oder einfach Zeit mit Freund*innen gehören längst selbstverständlich dazu. Dabei blickt das KiJuZ auf eine Geschichte zurück, die weit über die vergangenen 50 Jahre hinausgeht.Bevor das Gebäude 1976 zum Kinder- und Jugendzentrum wurde, war es Teil des sogenannten Magistratsguts Wüstenahorn. Anfang des 20. Jahrhunderts richtete die Stadt dort ein Armenhaus ein, später wurde daraus ein städtisches Pflegehaus. Über Jahrzehnte war das Gebäude damit ein Ort für Menschen, die Unterstützung und Versorgung benötigten.
1976 beginnt ein neues Kapitel
Mit dem Bau eines neuen Alten- und Pflegeheims Anfang der 1970er-Jahre wurde das bisherige Pflegehaus frei. 1976 bekam es schließlich eine völlig neue Aufgabe: Aus dem ehemaligen Pflegehaus wurde das Kinder- und Jugendzentrum Wüstenahorn.
Seitdem hat sich viel verändert. Das KiJuZ entwickelte sich von einem Treffpunkt für Kinder und Jugendliche zu einem vielseitigen Angebot mit Ferienaktionen, Ausflügen, Werk- und Kreativangeboten, Lernunterstützung, Beratung und medienpädagogischen Projekten.
Heute gehört das KiJuZ gemeinsam mit dem Bürgerhaus „Haus am See“ zur Familien- und Mehrgenerationeneinrichtung Wüstenahorn. Damit ist aus dem ehemaligen Magistratsgut längst ein Ort geworden, an dem unterschiedliche Generationen zusammenkommen.
Zum 50-jährigen Bestehen wurde diese Entwicklung mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Eine Chronikausstellung, Film- und Diashow sowie ein Bühnen- und Bewegungsprogramm erinnerten an fünf Jahrzehnte KiJuZ. Auch ehemalige Besucher*innen und Ehrenamtliche waren eingeladen, alte Geschichten auszutauschen und gemeinsam zurückzublicken.
Neues Angebot zum Jubiläumsjahr
Dass das KiJuZ auch nach 50 Jahren nicht stehen bleibt, zeigt ein neues Projekt: Ab 19. Oktober 2026 startet ein Selbstverteidigungsangebot für Kinder und Jugendliche. Jeweils von 16 bis 17 Uhr können die Teilnehmenden lernen, sich sicherer zu bewegen, Grenzen wahrzunehmen und selbstbewusster aufzutreten.
Damit beginnt nach dem großen Jubiläum direkt das nächste Kapitel. Denn auch wenn sich die Aufgaben des Hauses im Laufe seiner Geschichte immer wieder verändert haben, ist eines geblieben - es ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Unterstützung finden und Gemeinschaft erleben.