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Stadt Coburg

Park der Arten

Gemeinsam ernten im Park der Arten

Buddeln, sammeln und am Ende die eigene Ernte mit nach Hause nehmen: Rund 30 Coburger*innen haben bei der ersten gemeinsamen Kartoffelernte im Park der Arten mitgemacht.

Rund 30 Menschen waren der Einladung des Grünflächenamtes in den Park der Arten gefolgt. Insgesamt wurden auf der etwa 250 Quadratmeter großen Fläche rund 150 Kilogramm Kartoffeln geerntet. Die Resonanz auf die erste gemeinsame Ernte fiel damit sehr positiv aus. Vor allem Familien waren gekommen, um gemeinsam zu sammeln und natürlich durfte die Ernte anschließend mit nach Hause genommen werden.

Die Kartoffeln waren im Frühjahr auf der Fläche gepflanzt worden. Das Pflanzgut stammt aus der Region und wurde von einem landwirtschaftlichen Betrieb aus der Umgebung zur Verfügung gestellt. Auf Dünger und Pflanzenschutzmittel wurde beim Anbau verzichtet.

Doch hinter den Kartoffeln steckt mehr als nur die Aussicht auf eine Portion selbst geernteter Knollen. Die Fläche ist Teil einer dreigliedrigen Fruchtfolge, mit der im Park der Arten traditionelle Formen der Landwirtschaft gezeigt werden sollen. Welche Pflanzen auf den einzelnen Feldern wachsen, wechselt dabei. Kartoffeln eignen sich für dieses Konzept besonders gut: Fast jede*r kennt sie und bei der Ernte lässt sich unmittelbar erleben, wo ein Lebensmittel herkommt, das sonst meist fertig abgepackt im Supermarkt liegt.

Direkt neben den Kartoffeln wachsen deshalb noch ganz andere Kulturen. Auf einer Fläche steht beispielsweise Buchweizen, dessen kleine Früchte unter anderem zu Mehl verarbeitet werden können. Auf einer weiteren Fläche wachsen Nackthafer und Linsen. Künftig sollen die Kulturen weiter wechseln. Auch alte Getreidesorten wie Emmer oder Einkorn sind für die Fläche denkbar. Die kleine Landwirtschaft im Park soll dabei keinen wirtschaftlichen Ertrag bringen, sondern zeigen, wie unterschiedliche Nutzpflanzen angebaut werden und wie eine Fruchtfolge funktioniert.

Für die Ernte kam sogar noch traditionelle Technik zum Einsatz. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Grünflächenamtes übernahm mit seinem eigenen Kartoffelroder das Freilegen der Knollen. Danach waren die Besucher*innen gefragt: aufsammeln, noch einmal in der Erde nachsehen und am Ende möglichst keine Kartoffel zurücklassen.

Nach getaner Arbeit wurde ein Teil der Kartoffeln gleich vor Ort verarbeitet: Gemeinsam ließ die Gruppe den Nachmittag bei in der Glut gegarten Kartoffeln ausklingen. So landete ein Teil der Ernte praktisch direkt vom Acker auf dem Teller.

Nach der guten Resonanz soll die gemeinsame Kartoffelernte keine einmalige Aktion bleiben. Auch im kommenden Jahr ist wieder eine Ernte mit Bürger*innen vorgesehen. Welche Kulturen dann auf den drei Flächen wachsen, wird sich mit der Fruchtfolge verändern. Für die Besucher*innen des Parks gibt es also auch künftig immer wieder etwas Neues zu entdecken und vielleicht auch wieder selbst zu ernten.

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