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Stadt Coburg

Kriegsgräberopferwoche 2026

Für den Frieden sammeln

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ruft auch 2026 wieder zur Haus-, Straßen- und Friedhofssammlung auf. Vom 9. Oktober bis 2. November 2026 können Bürger*innen die Arbeit des Volksbundes unterstützen.

Kriegsgräber sind mehr als Orte der Erinnerung. Sie erzählen von den Folgen von Krieg und Gewalt und erinnern daran, wie wichtig Frieden und Verständigung über Grenzen hinweg sind. Seit mehr als 100 Jahren setzt sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für den Erhalt dieser Erinnerungsorte ein. Auch in diesem Herbst bittet der Verband deshalb wieder um Unterstützung.

Vom 9. Oktober bis 2. November 2026 findet die diesjährige Haus-, Straßen- und Friedhofssammlung statt. Ehrenamtliche Sammler*innen sind in diesem Zeitraum unterwegs und bitten um Spenden für die Arbeit des Volksbundes. Zusätzlich werden ab dem 1. Oktober 2026 Gedenkkerzen im Rahmen der Aktion „Lichter für den Frieden“ angeboten.

Der Volksbund betreut rund 830 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten, auf denen etwa 2,8 Millionen Kriegstote bestattet sind. Dabei geht es längst nicht nur um die Gräber gefallener Soldaten. Auch Kriegsgefangene sowie Opfer von Luftkrieg, Flucht, Vertreibung, Zwangsarbeit und Deportation haben auf den betreuten Friedhöfen ihre letzte Ruhestätte gefunden. Bis heute können Schicksale aus den beiden Weltkriegen ungeklärt sein. Der Volksbund sucht nach Vermissten, birgt Gefallene und versucht, Angehörige über den Verbleib ihrer Familienmitglieder zu informieren. 

Lernorte für junge Menschen

Ein wichtiger Teil der Arbeit richtet sich deshalb an junge Menschen. In internationalen Jugendbegegnungen und Workcamps kommen Jugendliche aus verschiedenen Ländern zusammen und beschäftigen sich mit der Geschichte der Kriegsgräberstätten. Die Orte werden dabei zu Lernorten, an denen Geschichte nicht nur vermittelt, sondern unmittelbar erfahrbar wird. Zudem organisiert der Volksbund Bildungsreisen, Vorträge und Veranstaltungen und wirkt gemeinsam mit Kommunen, Kirchen und Verbänden an der Gestaltung des Volkstrauertags mit.

Mit einer Spende unterstützen

Die jährliche Sammlung wird vielerorts von Ehrenamtlichen, Vereinen und Schulen getragen. Wer den Sammler*innen in den kommenden Wochen begegnet, kann mit einer Spende dazu beitragen, dass Kriegsgräber erhalten, historische Schicksale weiter aufgearbeitet und Bildungsangebote fortgeführt werden können.

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Bildnachweise

  • 89stocker/Shutterstock.