Inhalt anspringen

Stadt Coburg

Mobilität

Der Itzradweg kommt

In der Uferstraße haben die Arbeiten am neuen Radweg entlang der Itz begonnen. Das Teilstück verbindet den Kiebitzweg an der Wassergasse mit dem Radweg am Globe. Dieser soll langfristig zur Süd-Nord-Magistrale für Radverkehr ausgebaut werden.

Wo ist noch Platz für den Radverkehr? Vor dieser Frage steht die städtische Verkehrsplanung immer wieder. Oft kann nur der vorhandene Platz neugeordnet werden. So geschieht es gerade in der südlichen Uferstraße zwischen Ernst-Faber-Brücke/Globe und der Wassergasse. Rund 50 Parkplätze werden in einen Radweg umgewandelt, auf dem auch Kinder und Ältere sicher fahren können. Die Parkplätze an der Uferstraße nördlich der Ernst-Faber-Brücke werden nicht angetastet.

Die Bauarbeiten sind ein weiterer Baustein für eine sichere Fahrradführung quer durch Coburg: Vom Fabrikweg in Creidlitz über die Uferstraße, Globe und Schlachthofstraße bis zur Frankenbrücke. Über die Unterführung in den Mühldamm (Fahrradstraße) und weiter über das letzte Stück im Sonntagsanger zur Itzanlage, die in den Dr.-Werner-Daniel-Weg zum Radweg mündet und bis zur Mohrenbrücke führt. Dort gabelt sich der Radweg Richtung Raststraße/Milchhof oder den Radweg entlang der Itz zur Bahnhofstraße. Noch in Planung ist das Stück nach den Nebengebäuden am Globe bis zur Frankenbrücke und eine Fuß- und Radbrücke zur Karchestraße. Diese Radmagistrale trägt nicht nur zur Sicherheit im innerstädtischen Radverkehr bei, sondern stärkt auch den Radtourismus, der immer wichtiger wird. Diese Magistrale durch Coburg knüpft an den Itzgrund-Radweg an und wird weiterführen durchs Coburger Land Richtung Thüringer Wald.

„Durgehende Radwege entlang von Flüssen sind in vielen Städten das Rückgrat des Radwegenetzes. Aber nicht alles, was man sich vorstellen kann, ist auch umsetzbar. Manchmal fehlt einfach der Platz, manchmal klappt der Grundstückskauf nicht so, wie man es braucht“, fasst es Worfram Haupt, Beauftragter für Fuß- und Radverkehr der Stadt Coburg zusammen.

Der neue Radweg stellt diese Durchgängigkeit her und entschärft verschiedene potenzielle Gefahrensituationen, wie Begegnungsverkehr mit LKW und sogenannte Dooring-Unfälle, wenn die Türen eines stehenden Autos direkt in die Fahrt eines Fahrrads geöffnet werden.

Für einen Zweirichtungsradweg, wie er in der Uferstraße entsteht ist eine Breite von mindestens 2,50 Meter vorgeschrieben. „Zusammen mit der baulichen Trennung. Das bekommen wir gerade so auf dem bisherigen Parkstreifen hin“, erklärt Haupt. Dass wegfallende Parkplätze erstmal für Ärger in der Bevölkerung sorgen, versteht er. Daher ist ihm wichtig zu betonen, dass „es nur um die Parkplätze zwischen Globe und Wassergasse geht. Die sehr gut genutzten Parkplätze vom Globe bis zum CEB bleiben. Und seien sie versichert, wir haben uns die Situation vorher angeschaut.“ Häufig fand man im südlichen Teil der Uferstraße dauergeparkte Wohnmobile, Firmenfahrzeuge, oder Mietwagen. Haupts Fazit: „Wir müssen immer abwägen, wie wir den öffentlichen Raum verteilen wollen – allen recht machen können wir es nie“.