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Stadt Coburg

Probierobstwiese

Frisches Obst direkt vom Baum

Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Kirschen selbst pflücken: Auf 14 Streuobstwiesen der Stadt Coburg können Sie für den eigenen Bedarf ernten. Eine neue Internetseite zeigt Ihnen wo es welche Bäume gibt.

Obst direkt vom Baum zu pflücken, ist etwas Besonderes. Es ist frisch, wächst in der eigenen Stadt und muss keine langen Wege zurücklegen. Wer zur richtigen Zeit unterwegs ist, kann auf Coburger Wiesen Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Kirschen und auch weniger bekannte heimische Obstsorten entdecken und probieren.

Die Stadt Coburg besitzt zahlreiche Obstwiesen und Obstreihen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Früher gehörten solche Streuobstwiesen ganz selbstverständlich zum Landschaftsbild. Heute werden sie seltener. Dabei sind sie nicht nur eine Quelle für leckeres Obst, sondern auch wertvolle Lebensräume. Obstbäume bieten Vögeln, Insekten und vielen anderen Tieren Nahrung, Schutz und Nistmöglichkeiten.

Damit mehr Menschen dieses besondere Stück Natur erleben können, hat das Grünflächenamt 14 öffentlich zugängliche Standorte als „Probierobst“ ausgewählt. Die entsprechenden Bäume sind vor Ort mit einem bunten Schild gekennzeichnet. Eine interaktive Karte unter www.coburg.de/probierobst zeigt alle Standorte und gibt weitere Hinweise zum jeweiligen Standort.

Geerntet werden darf reifes Obst direkt vom Baum und Fallobst vom Boden. Dabei gilt: Bitte nehmen Sie nur so viel mit, wie für den eigenen Bedarf benötigen. Pflücken Sie vorsichtig, reißen oder schneiden Sie keine Äste ab. Auch das Schütteln der Bäume sowie das Klettern auf die Bäume sind nicht erlaubt. Wer höheres Obst erreichen möchte, darf dafür einen Obstpflücker verwenden – Leitern sind dagegen nicht zugelassen.

Das Obst wird von der Stadt nicht mit chemischen Mitteln behandelt. Trotzdem sollten die Früchte vor dem Essen gründlich gewaschen werden. Und auch Früchte mit kleinen braunen Stellen müssen nicht gleich aussortiert werden: Gerade bei Fallobst lassen sich beschädigte Stellen häufig entfernen und der Rest noch gut verwenden. Aus Äpfeln und Birnen kann beispielsweise Kompott oder Kuchen entstehen, Zwetschgen eignen sich für Kuchen oder Mus und Kirschen schmecken frisch ebenso wie verarbeitet.

Bei der Ernte ist außerdem Rücksicht auf die Natur wichtig. Viele der alten Obstbäume sind Lebensraum für wildlebende Tiere, manche davon stehen unter besonderem Schutz. Baumhöhlen dürfen deshalb nicht gestört werden. Wenn zu erwarten ist, dass Tiere durch die Ernte gestört werden, sollte auf das Pflücken an dieser Stelle verzichtet werden. Auf ökologisch besonders wertvollen Wiesen gilt zudem: keinen Müll zurücklassen und die Flächen nur zum Ernten oder für eine kurze Erholung betreten.

Die Obstwiesen dürfen nicht mit Autos befahren werden. Gleichzeitig sollten Sie auf unebenen Boden, herumliegende oder herabfallende Äste und andere mögliche Gefahren achten. Die Ernte und die Verwendung des Obstes erfolgen auf eigene Gefahr.

Das Angebot soll vor allem eines sein: eine Einladung, die Natur in der Stadt zu entdecken und frisches Obst dort zu genießen, wo es wächst. Wer aufmerksam durch Coburg geht, findet vielleicht seine persönliche Lieblingsobstwiese – und bringt am Ende nicht nur einen Korb voller Früchte, sondern auch ein kleines Stück Coburger Sommer mit nach Hause.

Unsere 14 Probierobstwiesen