Im Beisein von über 100 Menschen eröffnete Oberbürgermeister Dominik Sauerteig den Park der Arten – ein herausragendes Naturprojekt, das zum großen Teil vom Bund gefördert wurde.
Auf 64.000 Quadratmetern ist im Norden Coburgs ein ganz neuer Naturraum entstanden. „Mit artenreichen Wiesen, Bäumen und Gehölzen, mit Teichen und Tümpeln, mit Trocken- und Feuchtbiotopen und natürlich mit dem renaturierten Rottenbach“, betonte Sauerteig.
Wo früher ein weitgehend kanalisierter Bach verlief, darf sich die Natur jetzt wieder entfalten. Wo vorher wenig Lebensraum war, finden künftig Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel und Amphibien ein neues Zuhause. Und wo man früher vielleicht einfach nur vorbeigefahren ist, gibt es jetzt einen Ort, an dem man gerne bleibt.
„Hier entstand kein zweiter Hofgarten, kein zweiter Rosengarten. Sondern etwas ganz Neues. Naturnäher, wilder, vielfältiger“, sagte Sauerteig. Zudem sei der Park ein Ort des Lernens. „Mit dem KlimAReal bekommt der Park einen besonderen Lern- und Erlebnisort. Ein interaktiver Klimalehrpfad des Regionalmanagements, der die Themen erneuerbare Energien, Klimawandel und Klimaanpassung anschaulich vermittelt.“
Zugleich sei der Park der Arten ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des Coburger Nordens. „Gewerbegebiete und Wohngebiete sind entstanden rund um den Max-Böhme-Ring und auf der Bertelsdorfer Höhe. Neue Nachbarschaften wachsen zusammen. Und mit dem neuen Klinikum wird sich dieser Teil unserer Stadt noch einmal ganz erheblich weiterentwickeln.“
Doch zur Stadtentwicklung gehörten nicht nur Straßen und Gebäude, so Sauerteig. Es gehörten auch Orte dazu, an denen Menschen durchatmen können. An denen Kinder Natur erleben, Familien Zeit miteinander verbringen und Menschen sich begegnen können. „Und genau einen solchen Freiraum haben wir hier geschaffen. Der Park der Arten ist aber nicht nur ein Gewinn für unsere Lebensqualität. Er ist auch ein ganz konkreter Beitrag zur Anpassung unserer Stadt an den Klimawandel.“
Besonders zur Entstehung des Parkes beigetragen hat der Leiter des städtischen Grünflächenamtes Bernhard Ledermann. Der Park sei Herzensprojekt des Amtsleiters, sagte Sauerteig. „Über Jahre sind in diesen Park nicht nur Fachwissen, sondern vor allem viel Energie, Begeisterung und persönlicher Einsatz der Kolleginnen und Kollegen geflossen.“
Der besondere Dank des OB galt auch dem Bamberger Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz, dank dessen Unterstützung und Hilfe rund 1,75 Millionen Euro Fördermittel über das Bundesprogramm zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel für den Park nach Coburg flossen. 90 Prozent des Projektes wurden so finanziert. Nur dank dieser Förderung hätte der Park entstehen können.
Schwarz sprach von einem „kleinen Mosaikstein, die Schöpfung zu bewahren – bei allem Wachstum, das wir brauchen“ und einem großartigen Naherholungsgebiet für die Coburger. Hier werde Natur erlebbar.
Ledermann hob das naturnahe Konzept des Parkes hervor. Unter anderem wurden der Rottenbach renaturiert, rund 400 Bäume – darunter alte Obstsorten – gepflanzt, über 3000 Sträucher, über 2000 Kubikmeter Oberboden gesiebt, 500 Kubikmeter belasteter Boden entnommen. Für die Teiche wurden rund 5000 Kubikmeter Erde herausgenommen. Damit wurden dann die Pyramiden geformt. So entstand ein großer Erholungsraum als Beitrag zur klimaresilienten Stadtentwicklung. Und es wurde ein Park geschaffen, der Artenvielfalt mit Ästhetik und Bodenschutz mit Gewässerentwicklung verbindet.