Inhalt anspringen

Stadt Coburg

Stadt Coburg

Ausbildungsförderung im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitsuchende; Informationen

Grundsätzlich gilt, wer BAföG beantragen könnte, hat keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Da Schüler*innen und Studierende, die bei ihren Eltern wohnen oder wohnen könnten, trotz einer entsprechenden laufenden Ausbildung nicht BAföG-berechtig sind, gibt es hier Ausnahmen.

Ausbildung

Beschreibung

Grundsätzlich gilt, wer BAföG beantragen könnte, hat keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Da Schüler*innen und Studierende, die bei ihren Eltern wohnen oder wohnen könnten, trotz einer entsprechenden laufenden Ausbildung nicht BAföG-berechtig sind, gibt es hier Ausnahmen. Solange über einen BAföG-Antrag noch nicht entschieden worden ist, ist ebenfalls ein Bezug von ALG2 möglich.

Teilnehmer an Abendschulen, die über 30 Jahre alt sind, sind ebenfalls nicht vom Arbeitslosengeld II ausgeschlossen.

Für Auszubildende, deren Berufsausbildung oder Berufsausbildungsvorbereitung nach dem Sozialgesetzbuch III förderungsfähig ist, sind grundsätzlich Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II möglich, ggf. ergänzend neben Förderleistungen nach dem Sozialgesetzbuch III (z. B. Berufsausbildungsbeihilfe) und der jeweiligen Ausbildungsvergütung. Ein Leistungsausschluss nach dem Sozialgesetzbuch II gilt nur dann, wenn diese

  • während einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme in einem Internat oder Wohnheim mit Vollverpflegung untergebracht sind (Bedarfe nach § 62 Absatz 3 Sozialgesetzbuch III),
  • über 18 Jahre und behindert sind und während einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme, einer Unterstützten Beschäftigung und bei Grundausbildung anderweitig außerhalb eines Wohnheimes oder Internats mit Kostenerstattung für Unterbringung und Verpflegung untergebracht sind (Bedarf nach § 124 Sozialgesetzbuch III),
  • während einer beruflichen Ausbildung (duale Ausbildung) im Internat, Wohnheim oder beim Ausbilder mit Vollverpflegung untergebracht sind (Bedarfe nach § 61 Sozialgesetzbuch III),
  • behindert sind und während einer beruflichen Ausbildung mit Unterbringung im Internat, Wohnheim, beim Ausbilder oder in einer besonderen Einrichtung für behinderte Menschen bei Kostenübernahme durch die Agentur für Arbeit oder einem anderen Leistungsträger untergebracht sind (Bedarf nach § 123 Sozialgesetzbuch III),
  • behindert, unverheiratet oder nicht in einer Lebenspartnerschaft verbunden sind und unter 21 alt Jahre sind und während einer beruflichen Ausbildung anderweitig mit Kostenerstattung für Unterbringung und Verpflegung untergebracht sind (Bedarf nach § 123 Sozialgesetzbuch III) oder
  • behindert, verheiratet, in einer Lebenspartnerschaft verbunden sind und über 21 Jahre alt sind und während einer beruflichen Ausbildung anderweitig mit Kostenerstattung für Unterbringung und Verpflegung untergebracht sind (Bedarf nach § 123 Sozialgesetzbuch III) oder
  • behindert sind und während einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme in einem Wohnheim, einem Internat oder einer anderen besonderen Einrichtung für behinderte Menschen untergebracht sind, wenn die Kosten von der Agentur für Arbeit oder einem anderen Leistungsträger übernommen werden (Bedarf nach § 124 Sozialgesetzbuch III).

Die vom Leistungsausschluss nach dem Sozialgesetzbuch II betroffenen Auszubildenden können Leistungen nach § 27 Absatz 2 Sozialgesetzbuch II (z. B. Mehrbedarfe bei Schwangerschaft, für Alleinerziehende, bei kostenaufwändiger Ernährung) und § 27 Absatz 3 Sozialgesetzbuch II (z. B. Leistungen für Regelbedarf, Unterkunft und Heizung, Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung in Härtefällen als Darlehen) erhalten.

Die Ausbildung von Menschen mit Behinderung wird im Rahmen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen gefördert.